Die diesjährige Jahresaktion „Armut macht krank. Jeder verdient Gesundheit!“ greift ein Thema auf, dass sehr versteckt in unserer Gesellschaft stattfindet. Denn eigentlich ist in Deutschland fast jeder krankenversichert. Die Solidarität der Beitragszahler ermöglicht es uns, wenn wir krank sind, adäquate Hilfen und Medikamente zu bekommen. Aber leider partizipieren nicht alle davon. Zum Beispiel fallen Wohnungslose durch das Netz.
Arme, langzeitarbeitslose und gering qualifizierte Menschen tragen ein hohes Gesundheitsrisiko, sie leiden häufiger an chronischen Krankheiten, und ihre Lebenserwartung ist wesentlich geringer als beim Durchschnitt.
Auf der anderen Seite wird die medizinische Versorgung immer teurer. Viele Rezepte sind nicht mehr verschreibungspflichtig, müssen also selbst bezahlt werden.
Untersuchungen belegen: Arme Menschen sind häufiger und länger krank als wohlhabende. Wir wissen um das Zusammenspiel von Körper und Seele. Also dürfen wir bei der „körperlichen“ Unterstützung nicht stehen bleiben. Menschen, die in Not geraten sind, brauchen auch unsere seelische und soziale Unterstützung.
Schwerpunktmäßig wird das Thema von den zehn verschiedenen Sozialdiensten des „St. Elisabeth – Hauses“ in Gronau bearbeitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können viele „Fälle“ berichten, in denen belastende Lebens – und Arbeitsbedingungen auf Dauer die Gesundheit beeinträchtigen. Ziel ist es, ein Bewusstsein für diese Problematik in der Öffentlichkeit zu schaffen und konkrete Hilfsangebote vor Ort aufzubauen. Allein schaffen die Caritas - Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das nicht. Ehrenamtliches Engagement wird benötigt. Wer Interesse hat, sich bei der diesjährigen Jahreskampagne zu engagieren, kann sich bei Herrn Bürse – Hanning, Fachbereich Gemeindecaritas (Tel.: 02562 / 817344) melden.












