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Fast die Hälfte der 74 Beschäftigten der Grenzland-Wäscherei hat eine Behinderung oder ein anderes Handicap. Am kommenden Donnerstag stellt sich das Ahauser Integrationsunternehmen auf einer Messe des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe in der Halle Münsterland vor.
Wäscheberge überall: Riesenwaschmaschinen rotieren, Bettbezüge surren an Förderbändern in Richtung Heißmangel, währende der der „Finisher“ dampft, glättet und vollautomatisch OP-Hemden faltet. Es ist laut in der Grenzlandwäscherei an der Ridderstraße. Aber das ist nicht der Grund, warum Lena Eliz und Heike Wissing-Hungerecker mit den Händen reden.
Chancen für Benachteiligte
Heike Wissing-Hungerecker ist gehörlos. Und ihre Kollegin Lena Eliz lernt gerade Gebärdensprache: „Ich will mich doch mit meiner Kollegin unterhalten können – und nicht nur Zettel schreiben“, sagt sie. Darum besucht sie zurzeit immer samstags sieben weiteren Kolleginnen und Kollegen aus der Grenzlandwäscherei einen Kursus des Caritasverbandes in Gebärdensprache. Was woanders Inklusion heißt, ist in der Grenzlandwäscherei Alltag: Das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen. Fast die Hälfte der 74 Mitarbeiter hat eine Behinderung, eine Krankheit oder ein anderes Handicap, das ihn auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. „Es gibt immer weniger Nischen in der Landwirtschaft, in der Hauswirtschaft oder in den Firmen, die den Benachteiligten eine Chance auf Beschäftigung bieten. Wir wollen diesen Menschen eine Arbeit geben“, so Bernhard Herdering, Geschäftsführer des Caritasverbandes Ahaus-Vreden.



